Presidente de la República, Gabriel Boric Font, asiste a la asunción del Presidente de Bolivia, Rodrigo Paz. Gobierno de Chile, CC BY 3.0 CL , via Wikimedia Commons. Dirección de Prensa, Presidencia de Chile from https://prensa.presidencia.cl/comunicado.aspx?id=306209

Von der MAS zur Wiederöffnung: Bolivien, Internationale Beziehungen und Wirtschaftsperspektiven

Bolivien, ein Andenstaat, der historisch immer wieder von wirtschaftlichen, sozialen und politischen Spannungen erschüttert wurde, hat einen seiner entscheidendsten Momente der vergangenen Jahrzehnte erlebt. Der Sieg von Rodrigo Paz, dem Kandidaten der Christlich-Demokratischen Partei, hat einen fast 20 Jahre währenden politischen Zyklus beendet, der von Evo Morales eingeleitet wurde und zur Hegemonie der Bewegung für den Sozialismus (MAS) führte. Paz’ Sieg hat nicht nur den Kurs Boliviens verändert, sondern auch eine neue Phase eröffnet, die eine klare Wende nach rechts, eine Umstrukturierung der internationalen Beziehungen und ein Überdenken der Außenpolitik im unbeständigen amerikanischen Kontext signalisiert.

Der Niedergang der MAS und der Aufstieg von Paz

Um das Ausmaß dieses Wandels zu verstehen, ist ein Blick in die Vergangenheit notwendig. Seit Evo Morales 2006 an die Macht kam, etablierte sich MAS als die dominierende Kraft in Bolivien. Sie verfolgte eine nationalistische, staatszentrierte Agenda und setzte auf eine starke staatliche Intervention in strategischen Sektoren wie den Kohlenwasserstoffen und den natürlichen Ressourcen. Zudem prägte während der MAS-Ära ein antiimperialistischer Diskurs die Außenpolitik Boliviens. In diesem Rahmen schloss sich Bolivien linken Regierungen in Lateinamerika an, insbesondere denen von Venezuela, Kuba und Nicaragua im Rahmen der ALBA, und distanzierte sich stark von Washington.
Doch nach zwei Jahrzehnten an der Macht führten interne Spaltungen und Machtkämpfe innerhalb der MAS zu einer tiefen Erosion innerhalb der Partei und ihrer Unterstützer. Gleichzeitig geriet Boliviens Wirtschaft in die schwerste Krise seit Jahrzehnten: eine Rezession, die von einem Rückgang der Gasproduktion geprägt war — einer wichtigen Einnahmequelle und Exportware des Landes — hohe Inflationsraten und eine Knappheit an Devisen, die das Funktionieren des staatlichen Apparats einschränkte.
Angesichts dieser Situation und der enttäuschten Bevölkerung über das wirtschaftliche und soziale Management entschied sich die bolivianische Wählerschaft im Oktober 2025 für einen radikalen Wechsel. Rodrigo Paz, ein gemäßigter Politiker mit einer pragmatischen Botschaft, sicherte sich überraschende 54,5% der Stimmen in der zweiten Runde und besiegte seinen Rivalen Jorge Quiroga, was das Ende von fast zwei Jahrzehnten MAS-Regierung markierte.
Obwohl Umfragen und Analysten Paz zunächst als weniger aussichtsreich eingestuft hatten, entstammt er einer eher orthodoxen und moderaten politischen Tradition, und seine Rhetorik wirkte gegenüber sozialen Gruppen demonstrativ versöhnlich. Sein Vater, Jaime Paz Zamora, war Präsident des Landes, und Paz verfügt über eine solide politische Laufbahn – Führungsverantwortung ist ihm daher nicht fremd. Sein Wahlkampfslogan, übersetzt als „Kapitalismus für alle“, zielte darauf ab, eine gewisse wirtschaftliche Öffnung zu inspirieren, während er gleichzeitig die sozialen Forderungen adressierte, die traditionell vom MAS unterstützt wurden.

Ein Rechtsruck … aber mit Nuancen

Auch wenn häufig von einem „Rechtsruck“ die Rede ist, ist die Realität Boliviens nicht monolithisch. Treffender lässt sich die Entwicklung als Verschiebung hin zu einer pragmatischen Mitte-rechts-Position beschreiben, die versucht, wirtschaftliche Öffnung mit dem Schutz bestimmter Sozialprogramme auszubalancieren. Die MAS wurde weniger aufgrund einer vollständigen Ablehnung ihrer ideologischen Vorschläge abgewählt, sondern vor allem wegen einer Wirtschaftskrise, die ihre politische Basis und ihren dominierenden Diskurs geschwächt und gespalten hat.
Diese Nuance ist entscheidend. Paz’ Sieg beruhte nicht allein auf einem klassischen konservativen Wählervotum, sondern auch auf der Mobilisierung von Teilen der Bevölkerung, die von den nicht eingelösten Versprechen der MAS enttäuscht waren. In diesem Sinne präsentierte sich sein Angebot als hybride Mischung: eine moderate wirtschaftliche Liberalisierung bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung eines minimalen sozialen Schutznetzes.
Gleichzeitig gilt: Obwohl die MAS zu einer nahezu bedeutungslosen Opposition geworden ist – mit sehr geringer Unterstützung und in der ersten Runde auf eine symbolische Präsenz reduziert –, übernimmt Paz’ neue Regierung ein innenpolitisch zersplittertes Terrain. Um regieren zu können, wird sie daher Allianzen mit verschiedenen Parlamentsblöcken aushandeln müssen.

Beziehungen zu den Nachbarn: Wiederaufbau dessen, was abgebaut wurde

Die Außenpolitik Boliviens in den letzten zwei Jahrzehnten war durch die Ausrichtung auf linke Regierungen und regionale Bewegungen wie ALBA geprägt, zu denen Venezuela, Kuba, Nicaragua und andere Regierungen mit einer anti-amerikanischen Haltung oder zumindest einer skeptischen Haltung gegenüber Washington gehörten. Unter Evo Morales verstärkte Bolivien zudem seine Beziehungen zu China, Iran und Russland und diversifizierte so seine Allianzen außerhalb des traditionellen westlichen Blocks.
Mit Paz’ Sieg scheint dieses Gefüge aufgebrochen worden zu sein. Der designierte Präsident erklärte ausdrücklich, die Staats- und Regierungschefs aus Kuba, Venezuela und Nicaragua nicht zu seiner Amtseinführung einzuladen – und begründete dies mit Differenzen in Fragen von Demokratie und Regierungsführung.
Diese Geste, obwohl symbolisch, signalisiert eine Veränderung in der Außenpolitik: eine Abkehr von vorgefertigten ideologischen Positionen und die Priorisierung von Beziehungen, die auf demokratischen Kriterien und wirtschaftlicher Zusammenarbeit basieren. Boliviens Austritt aus dem ALBA-Bündnis und seine Suspendierung durch die Organisation aufgrund des „anti-bolivarischen und pro-imperialistischen Verhaltens“ spiegeln die diplomatischen Auswirkungen dieser Verschiebung wider.
Darüber hinaus hat die Anwesenheit von Führungspersönlichkeiten wie Javier Milei, dem Präsidenten von Argentinien, bei der Amtseinführung von Paz die lateinamerikanischen Vertretungen weiter gestärkt, die stärker marktwirtschaftlich ausgerichtet und mehr an einer Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten und Europa interessiert sind.
Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Beziehungen zu traditionellen südamerikanischen Nachbarn wie Brasilien, Argentinien und Chile. Auch wenn die politischen Ausrichtungen regional variieren, besteht Konsens darüber, Handel sowie die Zusammenarbeit bei Infrastruktur und Energie zu stärken, insbesondere angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen Boliviens. Paz selbst erklärte, die „Zusammenarbeit“ mit Boliviens „fünf Grenzen“ – Argentinien, Brasilien, Chile, Paraguay und Peru – werde für seine neue Regierung „essenziell“ sein. Zudem hat er bereits Treffen und Begegnungen unter anderem mit Boric (Chile) und Milei (Argentinien) und Noboa (Ecuador) abgehalten.

Die Wiederaufnahme der Beziehungen zu den Vereinigten Staaten

Vielleicht das symbolträchtigste und geopolitisch bedeutendste Element von Boliviens neuer Ausrichtung ist die Wiederaufnahme der Beziehungen zu den Vereinigten Staaten. Die bilateralen Beziehungen waren seit der Ausweisung des US-Botschafters im Jahr 2008 unter Präsident Evo Morales zerrüttet, nachdem es über Jahre hinweg Spannungen gegeben hatte, die von gegenseitigen Vorwürfen der Einmischung und Verschwörung geprägt waren.
Die Ankündigung von Paz, die diplomatischen Beziehungen wiederherzustellen und die US-Botschaft in La Paz wieder zu eröffnen, stellt einen drastischen Richtungswechsel dar. Diese Wiedereröffnung stellt nicht nur den formellen politischen Dialog wieder her, sondern eröffnet auch Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Investitionen und Sicherheit – insbesondere zu einem Zeitpunkt, an dem Bolivien mit Währungsproblemen, einem Haushaltsdefizit und einem Treibstoffmangel konfrontiert ist.
Darüber hinaus haben die Vereinigten Staaten und mehrere lateinamerikanische Länder nach den Wahlen eine gemeinsame Erklärung zur Unterstützung von Paz veröffentlicht und ihre Bereitschaft betont, bei der Stabilisierung der Wirtschaft, der Stärkung demokratischer Institutionen und der Förderung internationaler Investitionen zusammenzuarbeiten.
ieser Neustart ist jedoch nicht frei von politischen Bedingungen. Die Kooperation könnte sich auf den Kampf gegen den Drogenhandel, Korruption und andere grenzüberschreitende Herausforderungen konzentrieren – Bereiche, an denen Washington strategisches Interesse gezeigt hat. Die Beteiligung von Agenturen wie der DEA und anderen Sicherheitsorganisationen könnte erneut intensiviert werden. Die Frage der DEA ist in Bolivien umstritten: Sowohl die ehemaligen Präsidenten Evo Morales als auch Luis Arce äußerten Bedenken, da sie sowohl die DEA als auch US-Kooperationsbehörden als Verschwörer betrachten, was das Weiße Haus stets bestritten hat.
Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten könnte auch eine konkrete wirtschaftliche Komponente haben: Investitionsströme, Zugang zu internationalen Finanzierungen und Unterstützung für die makroökonomische Stabilisierung. Angesichts der Devisenkrise, die Bolivien in die Enge getrieben hat, könnten diese Beziehungen zu dringend benötigter finanzieller Entlastung führen.

Die Haltung zu Venezuela und der neue regionale Kontext

Ein weiterer geopolitischer Aspekt, der sich mit dem Aufstieg von Rodrigo Paz drastisch verändert hat, ist seine Haltung gegenüber Venezuela und der dortigen politischen Krise. Unter der MAS-Regierung pflegte Bolivien traditionell enge Beziehungen zum Regime von Nicolás Maduro, indem es sich der anti-imperialistischen Rhetorik anschloss und Regierungen unterstützte, die als ideologische Verbündete galten.
Paz hingegen hat gegenüber der venezolanischen Regierung eine kritische Position eingenommen – besonders nach den jüngsten Ereignissen, darunter die Festnahme Maduros durch US-Kräfte im Januar 2026. In öffentlichen Stellungnahmen betonte der bolivianische Präsident, der Ausweg für Venezuela bestehe darin, „die Wahl und die Demokratie zu respektieren“. Damit positioniert er Bolivien in einer Erzählung von Demokratie und Institutionalität, die im Kontrast zur bisherigen Nähe des Landes zum Chavismus steht.
Dieser Ansatz stellt Bolivien gegen traditionelle linke Regierungen in der Region, wie Brasilien unter Luiz Inácio Lula da Silva, Gustavo Petro in Kolumbien oder Mexiko unter Claudia Sheinbaum, die die militärische Intervention der USA in Venezuela verurteilt haben und friedliche Lösungen auf Grundlage des Völkerrechts fordern. Im Gegensatz dazu hat Paz betont, dass Demokratie das leitende Prinzip der Außenpolitik Boliviens sein soll.
Die Einladung der venezolanischen Oppositionsführerin María Corina Machado zur Bolivianischen Amtseinführung unterstreicht ebenfalls diesen erneuerten Fokus auf Demokratie und Menschenrechte und markiert einen klaren Bruch mit den bisherigen politischen Verbindungen von La Paz zu Caracas.

Wirtschaftliche Implikationen und zukünftige Aussichten

Die neue Phase Boliviens steht vor enormen wirtschaftlichen Herausforderungen. Der Übergang zu einem marktorientierteren Modell und die Chancen, ausländische Investitionen anzuziehen, bieten Perspektiven für eine Erholung, sind jedoch nicht ohne Risiken. Das Land sieht sich mit hoher Inflation, Treibstoffknappheit, einer Fiskalkrise und einem dringenden Bedarf an Devisen konfrontiert.
In diesem Kontext könnte die Öffnung gegenüber den USA und den internationalen Märkten Schlüsselsektoren wie Lithium fördern, in dem Bolivien einige der weltweit größten Reserven besitzt. Auch der Bergbausektor Boliviens könnte von der Öffnung des Landes profitieren. Die Zusammenarbeit mit externen Investoren, einschließlich Amerikanern und europäischen Verbündeten, könnte die Produktionskapazität Boliviens transformieren und das Land als strategischen Akteur in der globalen Lieferkette kritischer Rohstoffe positionieren. Tatsächlich besuchte kürzlich die Interamerikanische Entwicklungsbank (IDB) Bolivien, und Paz kündigte in einer Botschaft an die Nation „[…] 7 Milliarden Dollar für Infrastrukturprojekte, Beschäftigung und Arbeit, die wir in Bolivien so sehr brauchen“ an.
Gleichzeitig wird Paz’ Regierung innenpolitische Spannungen sorgfältig steuern müssen. Gesellschaftliche Gruppen, die traditionell der MAS nahestehen, könnten sich verdrängt fühlen oder den Verlust sozialer Unterstützungsprogramme befürchten – eine Herausforderung für den inneren Zusammenhalt. Eine entscheidende Frage ist die Abschaffung von Kraftstoffsubventionen. Auf der anderen Seite ist die parlamentarische Lage zwar nicht so kompliziert, doch werden die Bildung legislativer Bündnisse und der politische Dialog entscheidend sein, um institutionelle Konflikte zu vermeiden, die die Fähigkeit zur Umsetzung notwendiger Wirtschaftsreformen schwächen könnten.

Fazit

Der Sieg von Rodrigo Paz symbolisiert nicht nur das Ende der Dominanz der MAS nach fast zwei Jahrzehnten, sondern stellt auch eine tiefgreifende Umstrukturierung des politischen, wirtschaftlichen und diplomatischen Kurses Boliviens dar. Dieses neue Kapitel ist durch Pragmatismus geprägt, der auf der Wirtschaft basiert, einem Wechsel zu strategischen Beziehungen mit den Vereinigten Staaten und anderen westlichen Partnern sowie einer Haltung, die auf der Verteidigung der Demokratie angesichts regionaler Krisen wie der venezolanischen beruht.
Dieser Weg ist jedoch nicht ohne interne Spannungen und strukturelle Herausforderungen, die darüber entscheiden könnten, ob es Bolivien gelingt, ein nachhaltiges Entwicklungsmodell zu konsolidieren oder ob soziale und politische Risse wieder am Horizont auftauchen. Die zeitgenössische Geschichte des Landes wird in diesem Sinne weiterhin von der Unsicherheit geprägt sein, ob dieses pragmatische Mitte-rechts-Experiment eine endgültige Lösung darstellen oder ein Vorbote neuer Wendungen in der Zukunft sein wird.
Aus einer breiteren geopolitischen Perspektive befindet sich Bolivien auf einer neuen hemisphärischen Bühne, auf der der Wettbewerb zwischen den Vereinigten Staaten und China sowie die Spannungen zwischen rechten und linken Regierungen in der Region die Agenda bestimmen. Die Wahl von Paz kann als Teil eines breiteren Trends in Lateinamerika betrachtet werden, der auf Regierungen abzielt, die makroökonomische Stabilität, diplomatischen Pragmatismus und internationale Zusammenarbeit über starre ideologische Ausrichtungen hinaus priorisieren.

Referenzen
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First published in: World & New World Journal
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